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Immobilie verkaufen in Graz.
Graz ist Österreichs transaktionsstärkster Immobilienmarkt. Was Eigentumswohnungen 2026 in Geidorf, St. Leonhard und der Inneren Stadt wert sind und wie SIRA österreichweit auch hier ankauft.
Stand: 2026-06 · Autor: Simon Jaros, Geschäftsführer SIRA Real Estate
Graz: Österreichs transaktionsstärkster Wohnmarkt
Graz ist nach Wien die zweitgrößte Stadt Österreichs und gilt seit Jahren als der mengenstärkste Immobilienmarkt des Landes. Während Wien bei den absoluten Quadratmeterpreisen führt, dominiert die steirische Landeshauptstadt bei der Zahl der Transaktionen. Getragen wird diese Nachfrage von einer breiten Universitätslandschaft, der Nähe zu Slowenien und einer hohen Wohn- und Lebensqualität, die den Zuzug stabil hält.
Für 2026 zeichnen Marktbeobachter ein Bild der Stabilisierung mit moderatem Aufwärtstrend. Die Kaufpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen entwickeln sich in Graz dynamischer als in den meisten anderen Landeshauptstädten, mit Zuwächsen im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Hintergrund sind eine stabile Nachfrage, verbesserte Finanzierungsbedingungen und ein schwächerer Neubau, der das Angebot knapp hält.
Für Eigentümer, die einen Verkauf erwägen, bedeutet das ein grundsätzlich aufnahmefähiges Marktumfeld, in dem objektgerecht bepreiste Immobilien in guten Lagen verlässlich Käufer finden. Entscheidend bleibt die realistische Einordnung nach Lage, Zustand und Energiekennwert, denn die Preisspannen zwischen den Grazer Bezirken sind erheblich.
Preisniveau und Bezirke 2026: Geidorf, St. Leonhard, Innere Stadt & Co.
Im Grazer Durchschnitt liegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen 2026 in einer Größenordnung von rund 4.100 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter, je nach Datenquelle und Stichtag. Dieser Mittelwert verschleiert allerdings die großen Lageunterschiede innerhalb der 17 Grazer Stadtbezirke. Wer den Wert seiner Immobilie einschätzen will, sollte den Bezirksdurchschnitt heranziehen, nicht den Stadtwert.
Die zentralen, begehrten Lagen liegen deutlich darüber. Geidorf, St. Leonhard und die Innere Stadt gelten als die Top-Adressen, getragen von Uni-Nähe, Altbau-Charme und sehr guter Infrastruktur bei zugleich knappem Angebot. Hier bewegen sich die Quadratmeterpreise je nach Objekt häufig zwischen rund 5.000 und 8.000 Euro; auch Waltendorf zählt zu den gefragten Bezirken. Diese Werte sind Orientierungsspannen, der konkrete erzielbare Preis hängt stark von Geschoss, Sanierungsstand, Grundriss und Außenflächen ab.
Randbezirke wie Puntigam, Straßgang, Liebenau oder Eggenberg bieten moderatere Preise, die je nach Lage und Zustand grob zwischen 2.800 und 4.500 Euro pro Quadratmeter liegen können. Eggenberg und Liebenau profitieren dabei von der Nähe zu Infrastrukturprojekten. Auch der Grazer Speckgürtel im Umland zeigt anhaltend hohe Nachfrage, hat sich zuletzt aber etwas entspannt, sodass Käufer dort wieder aus einem breiteren Angebot wählen können.
Besonderheiten des steirischen Marktes
Charakteristisch für Graz ist die Diskrepanz zwischen Eigentums- und Mietmarkt. Während die Eigentumspreise anziehen, entwickelt sich der Mietmarkt deutlich zurückhaltender; bei Neubau-Mietwohnungen verzeichnete Graz zuletzt sogar als einzige Landeshauptstadt einen leichten Rückgang. Für Anleger heißt das, dass sich Renditen sorgfältig durchrechnen lassen müssen und Kaufpreisfantasien nicht automatisch durch das Mietniveau gedeckt sind.
Geprägt wird die Nachfrage außerdem vom Universitätscharakter der Stadt. Kompakte, gut ausgestattete Wohnungen sind besonders gefragt; typische Neubauprojekte umfassen rund 25 Einheiten mit durchschnittlich etwa 68 Quadratmetern Wohnfläche. Wer eine kleinere, zentrumsnahe Wohnung in gutem Zustand verkauft, trifft damit häufig auf einen breiten Interessentenkreis aus Eigennutzern und Anlegern.
Hinzu kommt das steirische Umland: Gemeinden wie Lieboch oder Laßnitzhöhe setzen auf geförderten Mietwohnbau beziehungsweise private Baugründe, und die Nachfrage im Großraum bleibt hoch. Für Eigentümer am Stadtrand oder im Speckgürtel kann das die Vermarktung erleichtern, sofern Lage und Anbindung stimmen.
Steuern und Nebenkosten beim Verkauf in Österreich
Beim Verkauf einer Immobilie fällt in Österreich auf den Veräußerungsgewinn grundsätzlich die Immobilienertragsteuer (ImmoESt) von 30 Prozent an. Eine Spekulationsfrist gibt es seit dem 1. April 2012 nicht mehr; der Gewinn ist also zeitlich unbegrenzt steuerpflichtig. Für sogenanntes Altvermögen (Anschaffung vor dem 31. März 2002) gilt eine pauschale Besteuerung von in der Regel 4,2 Prozent des Verkaufserlöses, bei einer Umwidmung nach 1987 entsprechend höher.
Wichtige Ausnahmen sind die Hauptwohnsitzbefreiung und die Herstellerbefreiung. Die Hauptwohnsitzbefreiung (§ 30 Abs 2 Z 1 EStG) stellt den Verkauf steuerfrei, wenn die Wohnung durchgehend zwei Jahre seit Anschaffung oder mindestens fünf Jahre innerhalb der letzten zehn Jahre als Hauptwohnsitz gedient hat und dieser aufgegeben wird; befreit ist die Wohnung samt Grund bis zu 1.000 Quadratmetern. Seit dem 1. Juli 2025 ist zudem ein Umwidmungszuschlag (§ 30 Abs 6a EStG) zu beachten, der bestimmte umgewidmete Grundstücke betrifft. Eine konkrete Beurteilung gehört in jedem Fall in fachkundige Hände.
Auf der Kostenseite ist die Maklerprovision typischerweise der größte Posten. Sie liegt beim Verkauf branchenüblich bei bis zu 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer; das Bestellerprinzip seit Juli 2023 gilt nur für Wohnungs-Mietverträge, nicht für den Kauf. Verpflichtend ist außerdem ein höchstens zehn Jahre alter Energieausweis (meist im niedrigen dreistelligen Eurobereich). Notar-, Vertragserrichtungs- und Grundbuchkosten trägt in der Praxis meist der Käufer.
Wie SIRA österreichweit auch in Graz ankauft
SIRA Real Estate kauft Immobilien österreichweit an, und damit ausdrücklich auch in Graz und der Steiermark. Im Gegensatz zur klassischen Maklervermittlung treten wir als Käufer auf: Eigentümer verhandeln direkt mit uns, ohne öffentliche Inserate, Besichtigungstourismus oder monatelange Vermarktung. Das ist besonders dann relevant, wenn Diskretion, Planungssicherheit oder ein definierter Zeitrahmen im Vordergrund stehen.
Die Bewertung erfolgt lagebezogen: Eine Altbauwohnung in Geidorf oder St. Leonhard wird anders eingeordnet als ein Objekt in Eggenberg, Liebenau oder im Speckgürtel. Wir arbeiten mit nachvollziehbaren Marktwerten, prüfen Unterlagen wie Grundbuchauszug, Energieausweis und Pläne strukturiert und legen ein konkretes Angebot vor, das Sie in Ruhe bewerten können.
Der Ablauf bleibt schlank: Sie schildern Objekt und Lage, wir erstellen eine Ersteinschätzung und, bei Eignung, ein verbindliches Kaufangebot. Es entsteht kein Vermarktungsdruck und keine Maklerprovision auf Verkäuferseite gegenüber SIRA. Ob zentrale Eigentumswohnung, Zinshaus oder Objekt am Stadtrand, eine unverbindliche Einschätzung ist immer der erste Schritt.